Positive Erziehung wirkt sich über Generationen aus - Studie

Ein positiver Erziehungsstil kann über Generationen hinweg einen guten Einfluss in der Familie ausüben. Das geht aus einer Studie der Oregon State University in den USA hervor. Der Psychologe David Kerr verfolgte mit seinem Team seit dem Jahr 1984 die Lebensgeschichten von rund 200 Burschen aus Problemvierteln. Gingen die Eltern unterstützend auf die Kinder ein, erbrachten diese bessere Leistungen in der Schule, knüpften engere Freundschaften und hatten ein positiveres Selbstbild, geht aus der Studie hervor, die in der Fachzeitschrift „Developmental Psychology“ (http://www.apa.org/journals/dev/) veröffentlicht wurde. Die Psychologen machten dabei die Erfahrung, dass das elterliche Verhalten der ersten Vätergeneration selbst die Kinder in der dritten Generation noch maßgeblich beeinflusste, insbesondere wenn es sich um einen positiven Erziehungsstil handelte. Verhielten sich die Väter ihren Kindern gegenüber dagegen negativ, so bedeutete das zwar nicht unbedingt, dass die Sprösslinge später in ihrem eigenen Erziehungsverhalten die Eltern direkt imitierten. Wohl aber konnte ein negativer Erziehungsstil – etwa mit Wutanfällen und Drohungen – zur Konsequenz haben, dass sich negative Verhaltensmuster und problematisches Verhalten in der nächsten Generation verfestigten.