Indien: Ehepaare in der Krise können bei „Scheidungsurlaub“ Neuanfang wagen

Ein indischer Reiseveranstalter erregt mit einer ungewöhnlichen Geschäftsidee international Aufsehen: Kriselnde Ehen sollen per „Scheidungsurlaub“ gekittet werden (http://www.n-tv.de/reise/dossier/Reisen-mit-Eheberatung-article513417.html). Neben einem üblichen Sightseeing- und Romantikpaket ist auch ein Eheberater in der Reise inbegriffen, die schon ab umgerechnet 500 Euro zu haben ist. „Wir schicken die Eheleute an einen Ort, an dem sie noch nie waren, wo es nur wenige Leute gibt – und vor allem keine Verwandten“, sagt Vijesh Thakker, Chef der in Mumbai (Bombay) angesiedelten K.V. Tours and Travel (http://www.vidilon.com/divorcetourism.htm), der durch die Scheidung eines Freundes zu der ungewöhnlichen Idee angeregt wurde. Obwohl Indien mit nur 1,1 Prozent nach wie vor eine der niedrigsten Scheidungsraten weltweit hat, ist diese vor allem in Großstädten im Wachsen begriffen. Gleichzeitig gilt in der indischen Gesellschaft die Ehe bis heute nicht bloß als Verbindung zwischen zwei Menschen, sondern auch zwischen zwei Familien. Daher werden die „Scheidungsurlaube“ in der Praxis oft von den Verwandten des zerstrittenen Ehepaares finanziert (http://www.urlaub-im-web.de/news-einzeln/1/september/200900002038/indien-divorce-tourism.html).