Auch Wiederverheiratung kann gesundheitlichen Schaden durch Scheidung nicht „heilen“

Die Scheidung richtet dermaßen großen gesundheitlichen Schaden an, dass auch eine etwaige Wiederverheiratung diesen nicht „heilen“ kann. Das geht aus einer US-Studie hervor, die  zwei Forscherinnen aus Chicago durchführten (http://www.cnn.com/2009/HEALTH/07/28/divorce.marriage.health/index.html). Sie setzten den gesundheitlichen Allgemeinzustand von rund 8.600 Personen mittleren Alters in Beziehung mit deren ehelichem Leben und Vorleben. Demnach ging es Menschen, die bereits eine Scheidung hinter sich hatten, deutlich schlechter als solchen, die mit ihrem ersten Ehepartner lebten. Unter den geschiedenen oder verwitweten Personen litten insgesamt um 20 Prozent mehr an chronischen und schweren Krankheiten als unter verheirateten. Die Forscherin Linda Waite wies darauf hin, dass selbst Geschiedene, die anschließend wieder einen Partner gefunden hatten, gesundheitlich unter der früheren Scheidung litten: „Wir sehen bei ihrer Gesundheit noch immer die Narben und die Spuren – die Zerstörung, die dieses Ereignis verursacht hat.“ Geschiedenen, die keinen neuen Partner gefunden hatten, ging es wiederum sogar deutlich schlechter als Menschen, die nie verheiratet gewesen waren. „Scheidung ist eines der stärksten Stressfaktoren“, sagte der vom Sender CNN befragte Soziologe Mark Hayward, der 2006 zu ähnlichen Ergebnissen bei der Untersuchung geschiedener Frauen gekommen war. „Die Auswirkungen einer Scheidung kann man nicht löschen.“