Jobverlust kann Familienplanung langfristig ins Wanken bringen

Der Verlust des Jobs kann für viele Frauen die Familienplanung dauerhaft ins Wanken bringen, vor allem wenn sie noch keine eigenen Kinder haben (http://science.orf.at/science/news/156559). Das geht aus einer Studie des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Universität Linz hervor. Demnach neigen vor allem gut ausgebildete Frauen dazu, nach dem Verlust ihres Jobs das Kinderkriegen aufzuschieben. In vielen Fällen bedeute allerdings „aufgeschoben auch aufgehoben“, sagte Studienleiter Rudolf Winter-Ebmer – zahlreiche Frauen bekämen auch später keine Kinder mehr. Die Geburtenzahl von Frauen, die bei ihrem früheren Arbeitgeber hohe Gehaltszuwächse erzielen konnten, anschließend jedoch ihre Arbeit verloren, war in einem Zeitraum von sechs Jahren um 25 Prozent niedriger als bei beschäftigten Frauen, stellten die Forscher fest. Zudem scheine die Fertilität allgemein zurückzugehen. Winter-Ebmer führte das auch auf atypische Beschäftigungsformen und Zeitverträge zurück, „weil sich Frauen so nicht auf einen stabilen Karrierepfad in einer Firma einstellen können“. Die Forscher hatten die Daten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger über rund 220.000 Frauen ausgewertet.