Test soll Einkommensungerechtigkeiten aufdecken

Frau ohne Geld Eine deutsche Stiftung hat einen Test entwickelt, die es möglich machen soll, Einkommensungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen auf die Spur zu kommen. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung präsentierte einen „Entgeltgleichheits-Check“, der die Mechanismen aufdecken soll, die zu unterschiedlichen Gehältern führen.





Nach Angaben der Stiftung lassen sich nämlich nur ein Drittel der Lohnunterschiede auf unterschiedliche Arbeitsbiografien, den Verzicht auf die Karriere durch Frauen oder auf Berufe mit niedriger Bezahlung zurückführen. Der Rest der Differenz entstehe vermutlich durch „diskriminierende Vergütungsstrukturen“.

Das Programm untersucht auf Basis der geltenden deutschen Rechtslage Komponenten wie Grundgehalt, Leistungsvergütungen und Zuschläge. Heide Pfarr vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Böckler-Stiftung forderte einen „verbesserten rechtlichen Rahmen“, der als einziger einen „durchgreifenden Fortschritt“ bringen könne. So brauche Deutschland ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, sagte sie.