USA: Zusammenleben vor der Hochzeit gefährdet Ehen
Mittwoch, 28. April 2010 um 13:54 Uhr
Bei Paaren, die vor der Hochzeit zusammenleben, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Ehe nicht lange halten wird, geht aus einer US-Studie hervor. Die Wahrscheinlichkeit, zehn Jahre nach der Hochzeit noch zusammen zu sein, war bei Paaren, die zuvor zusammengelebt hatten, um 6 Prozentpunkte niedriger als bei jenen, die erst nach der Hochzeit zusammengezogen waren.Der Unterschied war geringer, wenn das Paar vor dem Zusammenziehen bereits verlobt war, stellte das National Center for Health Statistics fest. Ebenso war das längere Zusammenbleiben eines Ehepaars wahrscheinlicher, wenn das erste gemeinsame Kind erst nach der Hochzeit gezeugt wurde.
Die Resultate zeigten allerdings große ethnische und soziale Unterschiede. Während die Ehen von College-Absolventen relativ stabil waren, auch wenn sie vorher zusammengelebt hatten, war die Wahrscheinlichkeit für wenig gebildete Frauen, jemals einen ihrer Partner zu heiraten, deutlich geringer. Ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem, da Lebenspartnerschaften nach anderen Untersuchungen selbst mit Kindern deutlich instabiler sind und häufiger in die Brüche gehen als Ehen. Besonders betroffen von diesem Phänomen waren schwarze Frauen, von denen nur 39 Prozent jemals verheiratet gewesen waren – im Gegensatz zu 63 Prozent der weißen Frauen.
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