Studenten bewerten Vollzeit berufstätige Mütter und ihre Kinder kritischer

Kinderlose Studenten sehen die Beziehung zwischen Vollzeit berufstätigen Müttern und ihren Kindern kritischer als bei Hausfrauen oder Teilzeit arbeitenden Müttern. Das geht aus einer Studie der Kansas State University in den USA hervor.




Die Forschergruppe teilte die Teilnehmer - Studenten zwischen 18 und 21 Jahren, die fast alle kinderlos waren -  in drei Gruppen und spielte ihnen jeweils eine Tonaufnahme vor, in der eine Vollzeit berufstätige, eine Teilzeit berufstätige bzw. eine ausschließlich im Haushalt beschäftigte Mutter über ihr Leben berichtete. Anschließend wurde allen drei Gruppen der gleiche Film von einer mit ihrem Kind spielenden Mutter gezeigt. Dann mussten die Teilnehmer die Beziehung zwischen Mutter und Kind anhand des Videos bewerten.

Während jene Teilnehmer, die entweder die Aufnahme der Hausfrau oder die der Teilzeit arbeitenden Mutter gehört hatten, die Beziehung im Film als liebevoll beschrieben, sahen jene Studenten, die zuvor den Bericht der Vollzeit berufstätigen Mutter gehört hatten, die Beziehung in der gleichen Videoaufnahme als "kühl" und "distanziert" an und bewerteten auch das Verhalten des Kindes als "problematisch". Daraus schlossen die Forscherinnen, dass das "Image" der Mutter auch auf die Wahrnehmung des kindlichen Verhaltens durch Außenstehende eine Auswirkung haben könnte. Allerdings blieb unklar, ob die Ergebnisse, die mit kinderlosen jungen Menschen gewonnen wurden, auch auf andere Bevölkerungsgruppen übertragbar sind.